Ich bin zwar in der grössten Rebgemeinde des Kantons Zürich nämlich in Stäfa aufgewachsen, doch ich konnte bis vor 8 Jahren nie so richtig verstehen, was an einem Glas Wein eigentlich gut sein soll. In ein Käse-Fondue gehörte Fendant und da ich nie Weinresten hatte, verfeinerte ich auch keine Sauce mit Wein. Erst durch den Tip einer Freundin, dass täglich ein Glas Rotwein meinen Blutdruck erhöhe und ich somit keine Sternchen mehr sehe, wenn ich mal zu schnell aufstehe, liess mich in Bar oder Restaurant jeweils ein "Einerli Rotwein" bestellen. Welche Sorte war egal, denn ich kannte ja eh keine. Dass dies nicht unbedingt dazu beigetragen hat, Rotwein zu mögen verstehen sicher viele. Aber schon bald merkte ich, dass man Weine kategorisiert, in angenehme und unangenehme. Heute macht es mir Spass die Raffinesse im Duft, im Körper und in der Struktur der Weine zu spüren.